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Und jetzt? – Kein Abschluss ohne Anschluss.

11. März 2021

1. Anschlussbegleitung und die allgemeinen Herausforderungen  

Einen passenden Anschluss nach dem Abschluss zu finden ist mit verschiedenen Herausforderungen verbunden. Corona hat diese verstärkt. Der persönliche Kontakt zu den Schüler*innen oder Alumni ist nur eingeschränkt oder online möglich. In unserem Interview mit der Fachbereichsleiterin der Anschlussbegleitung an der Quinoa-Schule, Diane Trapp, haben wir über Hürden und Lösungsansätze gesprochen. Denn unser Motto ist: Kein Abschluss ohne Anschluss.  

Wie funktioniert die Anschlussbegleitung und warum ist sie so wichtig und essentiell für das QuinoaBildungskonzept?  

„Unsere Anschlussbegleitung gelingt primär durch Vertrauen und den stetigen Kontakt. Ab der Klassenstufe 9 arbeite ich intensiv im Unterricht und während der Praktikumssuche mit den Schüler*innen zusammen. Dies schafft ein Vertrauensverhältnis, welches auch nach dem Schulabschluss essenziell für die Anschlussbegleitung und den Übergang in den Beruf ist. Meine Rolle ist dabei sowohl beratend als auch leitend. Die Möglichkeiten des Bildungssystems aufzeigen, Wege für die Umsetzung individueller Wünsche finden oder Informationen und Wissen zu vermitteln sind wichtige Bestandteile meiner Arbeit. Besonders fundamental ist dabei eine offene und ehrliche Kommunikation und den Schüler*innen zu vermitteln, dass sie sich auf meine Unterstützung verlassen können. Denn unsere Aufgabe ist nach dem Abschluss nicht beendet, sondern wir möchten unsere Schüler*innen in ein bestmögliches und selbstbestimmtes Lernen, Arbeiten und Leben nach dem Abschluss führen. Dazu ist es eben auch wichtig, dass sie bei Rückschlägen oder Hürden auf uns zukommen und nach Hilfe fragen. An genau diesem Punkt ist dann eben eine verlässliche und erreichbare Bezugsperson, an die sie sich wenden können, ausschlaggebend. 

Welchen allgemeinen Herausforderungen stellen sich die Schüler*innen gemeinsam mit dir? 

„Zuerst einmal überhaupt zu erkennen, dass man Hilfe benötigt und dann danach zu fragen. Diesen Schritt zu gehen ist für viele herausfordernd. Hinzu kommen dann weitere Schritte, wie den passenden Anschluss zu finden, die benötigten Unterlagen zusammenzutragen, Termine wahrnehmen und auch zuverlässig zu Handeln. Das fällt vielen schwer. Hierbei unterstütze ich und motiviere unsere Schüler*innen immer weiter am Ball zu bleiben. Zusätzlich gehe ich mit jedem individuell seine/ihre Anträge und Bewerbungen durch, um so das bestmögliche Ergebnis für jeden erreichen zu können. Aber auch Fehlentscheidungen zuzugeben und nach Alternativen zu suchen ist für viele eine Hürde, die wir dann gemeinsam versuchen zu bezwingen. Hier kommen dann wieder Kommunikation, Verbindlichkeit und Zuverlässigkeit ins Spiel.”  

Fortsetzung folgt.